Dem Ruhri sein Revier

September 2009: Unter dem Motto „Dem Ruhri sein Revier“ präsentieren Rudi Grande und Rainer Rettinger erneut in dem Hotel "Alte Lohnhalle" in Essen-Kray, www.alte-lohnhalle.de, die RUHRI.2010-Kultkampagne. Bereits Anfang des Jahres präsentierten die Macher die erfolgreiche Ausstellung. Nun kehrt sie auf Wunsch der Hotelinhaber wieder in das außergewöhnliche Hotel zurück. Rund 30 Exponate namhafter Fotografen illustrieren eindrucksvoll den Wandel durch Kultur und Kultur durch Wandel im Ruhrgebiet. Mit informativen, aber zugleich erfrischend anderen Texten wollen die Macher zum Ausdruck bringen, worum es eigentlich geht: um eine aufrichtige Liebeserklärung an das Revier.

 

Wo bitte liegt Karlshafen?

Rainer Rettinger präsentierte Ideen und Visionen zum Tourismus in der Badestadt

Von Markus Löschner, HNA

BAD KARLSHAFEN. Es könnte so schön sein: Zahlreiche Touristen, Gesundheitsurlauber und Kurgäste flanieren durch die durchweg gepflasterte, weitgehend verkehrsfreie Bad Karlshafener Altstadt, verharren vor Informationstafeln über die Geschichte einzelner historischer Bauten und stöbern durch die Angebote der vielen kleinen aber feinen Geschäfte.
Für den Abend werden mehrere hundert Musikfans zum großen Barockkonzert auf der Hafenbühne erwartet. Das neu eröffnete deutschlandweit einzigartige Barockhotel ist ausgebucht.
So in etwa sieht sie aus - die Vision Rainer Rettingers für Bad Karlshafen im Jahr 2020. Der Essener Kommunikationswirt, der sich mit Tourismuskonzepten vor allem für das Ruhrgebiet beschäftigt, präsentierte im Landgrafensaal des Karlshafener Rathauses Ideen und Visionen für die Entwicklung des Tourismus in der Badestadt.

Verliebt in dieses Kleinod

"Ich war von Anfang an in dieses Kleinod verliebt", sagte Rettinger. Die Liebe war es schließlich auch, die ihn im Jahr 2001 an Weser und Diemel geführt hat. Mittlerweile hat er hier seinen zweiten Wohnsitz und wollte mit dem Vortrag "keine Kritik an der Arbeit in der Stadt üben, sondern mit der neutralen Sicht von außen den Blick über den Tellerrand ermöglichen."
Diesen Ansatz betonte auch Bürgermeister Ullrich Otto, der Rettinger für seine Initiative dankte. Otto wies in diesem Zusammenhang auf eine laufende Studie der Weserbergland Tourismus e.V. und der Universität Trier zum Tourismus im Jahr 2015 hin, an der sich die Stadt beteilige.
"Wo bitte liegt Bad Karlshafen?" Viel zu oft hört Rainer Rettinger diese Frage, die er zum Ausgangspunkt seiner Überlegungen machte. Um die Bekanntheit der Stadt zu erhöhen, griff er in die Werkzeugkiste des Marketings: Alleinstellungsmerkmal bestimmen, eine Marke mit spannender Geschichte kreieren, ein Logo, ein klar differenzierter Slogan und den Rest der Kommunikation darauf aufbauen.

Weniger Lkw in der Stadt


Was es sonst noch braucht: weniger Lkw in der Innenstadt, ganz dringend einen zeitgemäßen Internetauftritt, neue Produkte im Bereich Medical Wellness, Angebote um die Thermenbesucher in der Stadt zu halten und ein Hotel mit hohem Standard. Außerdem könne aus dem vorhandenen sehr guten Kulturprogramm mehr gemacht werden.

Mehr Lobbyismus

Rettinger empfahl eine emotionalere und vor allem eigenständigere Präsentation der beiden Ortsteile und mehr Lobbyismus, um Fördermittel aufzutreiben.


Nicht lange verschont blieben Rainer Rettingers Ausführungen von der Kritik der Bürger, Kommunalpolitiker, Tourismus- und Gewerbetreibenden und Mitarbeiter der Karlshafener Kur- und Touristikinformation im Saal. Einige der Vorschläge seien schon früher versucht worden (Verkehrsberuhigung), andere längst auf dem Weg (Internetauftritt, Eigenbetrieb der Therme, internationaler Hugenottenpfad). Produkte im Bereich Medical Wellness seien vorhanden, wenn auch vielleicht wie die Badekuren zu kompliziert oder schwer zu verkaufen.
Auf heute relevante Urlaubergruppen wie Rad- und Kanutouristen ging Rettinger nicht ein, nannte aber den Trend zum Wandern. Mehr Konkretes hätten sich einige der Zuhörer sicher zu möglichen neuen Produkten oder dem Umgang mit der immer schwieriger werdenden demographischen und sozialen Situation in der Stadt, die Investitionen im Wege steht, erhofft.
Erfolgreich war der Vortrag als Auslöser einer lebhaften, aber endlich konstruktiven Diskussion zu Schritt eins: Was ist das Alleinstellungsmerkmal der Stadt, welche Geschichte soll die Marke "Bad Karlshafen" erzählen? Rettingers Vorschlag "Barockstadt" hätte im Saal wohl keine Mehrheit gefunden.

Presse

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